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Wer spielt mit wem?! – Sozio-ökonomischer Status und Beziehungsnetzwerke informeller Gruppen in kooperativ-virtuellen Welten am Beispiel von Guild Wars 2

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Die Studie „Wer spielt mit wem?!“ ermittelt, welche Personen sich in Online-Computerspielen zusammenschließen. Mit Hilfe der 584 befragten Spielerinnen und Spielern von Guild Wars 2 lässt sich festhalten: Online Mehrspieler-Spiele sind Sozialschichten übergreifende Begegnungsorte. Der sozio-ökonomische Hintergrund der Spieler (wie der eigene Beruf) variiert sowohl in größeren Spielergemeinschaften (Gilden), als auch zwischen einzelnen, eng verbundenen Personen. Auch für das Alter und die Gruppenzugehörigkeit (Schüler, Berufstätige, Hausfrauen, usw.) kann die Erwartung zurückgewiesen werden, dass vor allem ähnliche Personen zusammenspielen. 

Die explorativ angelegte Studie zeigt, welche Menschen in Massiv Multiplayer Online Role Play Games (MMORPGs) zusammenspielen. Dabei geht es vorranging um die Abbildung der Gruppierungstendenzen in nicht realen, in Onlinewelt: spielen eher unterschiedliche oder sich ähnelnden Personen zusammen? Beide Tendenzen sind subjektiv zu gleichen Anteilen in der Spielerschaft (der Community von Guild Wars 2) vertreten. Zur Unterscheidung und Trennung in zwei gegensätzliche Kategorien werden in der Studie Vergleichskriterien entworfen. Die zusammenspielenden Personen können anhand der Kriterien beschrieben, verglichen und schließlich klassifiziert werden. Der erste und wesentliche Trennungsfaktor ist der sozio-ökonomischer Status. Der optionale zweite setzt sich aus den persönlichen Merkmalen Alter, Familienstand und der Zugehörigkeit zu einer der folgenden, typischen Gruppen, zusammen: Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Studenten, Berufstätige und aktuell nicht Berufstätige. Die Gruppierungstendenzen werden mit zweierlei Fokus betrachtet: die weitergefasste Zusammensetzung ganzer Einheiten (Gilden, zwischen etwa 10 bis maximal 500 Personen) und auf Ebene der engsten Netzwerkbeziehungen einzelner Personen innerhalb dieser Einheiten.